CHINA FORUM - GALERIE T

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Alte Dorfschule Forsten 43
51515 Kürten
Telefon 0 22 68 - 10 62

e-Mail: sinokult(at)t-online.de
www.chinaforum-t-galerie.com    

Inhaberin: Dipl. Ing. Karin Täubner
Führungen: Dr. phil. Thomas Täubner
Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung oder per E-mail

FOTOSTRECKE
(Copyright CHINA FORUM - GALERIE T)

Die GALERIE T wurde 1978 von dem Architektur-Fotografen, Bildjournalisten, Foto-Künstler und Galeristen Wilfried Täubner (1940-1994) gegründet. Dieser hatte sein Foto-Studio vom Ebertplatz in Köln nach Kürten-Forsten ins Bergische Land verlegt. Neben seiner architektur-fotografischen Auftragsarbeit, zu der u.a. die Baudokumentation vom "Haus der Geschichte" in Bonn zählte, arbeitete Täubner vor allem an seinem künstlerischen Hauptwerk, dem aus einigen hundert grossformatigen Bilderwerken bestehenden Zyklus "Fotografische Bilder mit dem Kubus". Dazu hat Wolfgang Vomm, der Direktor der Städtischen Galerie Villa Zanders, anlässlich der grossen Täubner-Kubus-Ausstellung von 1981, folgende - bis heute zutreffende - Aussage gemacht:

"Seit 1971 beschäftigt sich Wilfried Täubner kontinuierlich mit dem Kubus, der elementarsten Form des dreidimensionalen Raumes. [...] Das unvermittelte Aufeinandertreffen von abstrakter Raum-Figur und Natur-Raum erzeugt eine Reibung, die die letztlich doch unerklärlich bleibende Faszination der fotografischen Arbeiten Täubners ausmacht. [...] Es geht Täubner darum, die zeitliche Dimension von Raum wie auch die räumliche Dimension von Zeit anschaulich zu machen. Mit diesen Fragen an den Kubus im allumfassenden Raum werden letztlich uralte metaphysische Probleme der Philosophie angesprochen." (zitiert aus: Wilfried Täubner, Fotografische Bilder mit dem Kubus, Kürten/ Köln 1981)

In dem Zeitraum von 1978 bis 1990 fanden in der GALERIE T insgesamt 12 Foto-Ausstellungen statt, die sowohl bei einem überregionalen Fachpublikum als auch bei zahlreichen Bürgern der Gemeinde Kürten ein grosses Interesse hervorriefen. Der Foto-Künstler und Galerist Wilfried Täubner freute sich darüber, dass zu seinen Ausstellungen immer auch künstlerisch völlig unbedarfte Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft anwesend waren, die es - wie im Falle der international bekannten Bildjournalistin Barbara Klemm (FAZ) - sogar wagten, die Künstlerin persönlich anzusprechen und ihr interessante Fragen stellten. Sobald dieser Dialog hergestellt war, hatte für Täubner die Kunst eine ihrer Hauptaufgaben erfüllt. Für den Künstler bedeutete die Fähigkeit der Betrachter, sich mit den Bildern kritisch auseinanderzusetzen bzw. über Bildinhalte und Bildstrategien nachzudenken und zu diskutieren, einen wichtigen Schritt hin zur Verwirklichung einer gelebten Demokratie.

Neben den "Fotografischen Bildern mit dem Kubus" sind in der GALERIE T auch die "Taktiker" (Hennes Weisweiler und 17 weitere Bundesliga-Trainer der Saison 1973/74) sowie Porträts des ersten Bundeskanzlers Adenauer zu sehen. Die GALERIE T verfügt ausserdem über wichtige Exponate von Künstlern wie Hermann Claasen ("Gesang im Feuerofen" - Bilder über das zerstörte Köln), Günter Hildenhagen (behinderte Menschen), Henning Christoph (GEO, der irische Bürgerkrieg und Türken in Deutschland), Barbara Thalmann (Porträt einer Schulklasse in der DDR) etc.

Heute, zehn Jahre nach dem viel zu frühen Hinschied von Wilfried Täubner, führt die Erbengemeinschaft W. Täubner die GALERIE T weiter. So fand 1995 in der GALERIE T die erste postume Wilfried Täubner-Ausstellung mit dem Titel "Das latente Quadrat" statt. Diese letzten künstlerischen Arbeiten Täubners, die den "gelenkten Zufall" thematisieren und ohne Fotoapparat im Foto-Labor hergestellt worden sind (Fotogramm-Kunst), dürften so manchen interessierten Betrachter an die Anfänge der Fotografie zurück erinnern.

Die GALERIE T möchte sich zunehmend im internationalen Kulturaustausch engagieren. So gelang es uns 1998, einen Musik-Salon mit dem chinesischen Wölbrettzither-Meister und Komponisten Prof. Cheng Gongliang zu organisieren. Dabei anwesend waren Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Bonn, die Ehrenpräsidentin der Deutschen China-Gesellschaft in Köln und der erste Bürger Kürtens:

Professor Karlheinz Stockhausen mit Suzanne Stephens und Kathinka Pasveer. 1999 führten Dettloff Schwerdtfeger, der Direktor der "Internationalen Stockhausen-Kurse Kürten", und der Sinologe Thomas Täubner in der GALERIE T einen öffentlichen Dialog ("Formel, Perspektive, Licht") über Parallelen in den Werken von Karlheinz Stockhausen und Wilfried Täubner. Dabei schenkten sie den Aspekten der Formel-Komposition, des Serialismus und der Aleatorik (d.h. dem gelenkten Zufall) eine besondere Aufmerksamkeit.      

Dr. phil. Thomas Täubner