Blaulicht-Organisationen machen mobil gegen Covid-19

© GFO Kliniken Rhein-Berg

Herbstkampagne „Corona braucht kein Mensch!“: Blaulicht-Organisationen machen mobil gegen Covid-19

Unter dem Motto „Corona braucht kein Mensch!“ ziehen der Kreis, Feuerwehr, Polizei, Krankenhäuser und viele Hilfsorganisationen an einem Strang – um die Bürger:innen für Abstands- und Hygieneregeln zu sensibilisieren und eine zweite Corona-Welle zu verhindern. Dazu ist eine Reihe konkreter Aktionen geplant.

Die Blaulicht-Organisationen des Rheinisch-Bergischen Kreises machen mit einer breit angelegten Kampagne eindringlich darauf aufmerksam, dass die Corona-Pandemie noch längst nicht vorbei ist. So sollen die Bürgerinnen und Bürger erneut für Abstandsregeln und Hygienevorschriften sensibilisiert werden.

In Kooperation mit dem Krisenstab und dem Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Helferinnen und Helfer unterschiedlicher Institutionen aus der Region dafür, dass es im Herbst nicht zu einer zweiten Welle an Infektionen in der Region kommt. Mitwirkende sind die Kliniken in Bergisch Gladbach (GFO Kliniken Rhein-Berg, Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach) sowie das Krankenhaus Wermelskirchen, die örtlichen Feuerwehren, die Kreispolizeibehörde sowie das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., die Johanniter Unfallhilfe im Regionalverband Rhein-Berg/ Oberberg, die Malteser Bergisch Gladbach, die DLRG Bezirk Rheinisch-Bergischer-Kreis e.V., das THW Bergisch Gladbach sowie der Arbeiter-Samariter-Bund RV Bergisch Land e.V..

Schirmherr der Kampagne „Corona braucht kein Mensch!“ ist der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann.

Santelmann appelliert an Bürgerinnen und Bürger, die vielen Engagierten der verschiedenen Berufsgruppen durch umsichtiges Verhalten zu unterstützen: „Die Mitglieder der Blaulichtrunde stehen an erster Stelle, wenn es darum geht, Gesundheit zu schützen und Leben zu retten. Sie hören nicht damit auf. Feuerwehr und Hilfsorganisationen sehen nicht einfach weg, die Polizei resigniert nicht und das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen nimmt nicht plötzlich bei der Arbeit seine Masken ab, weil das Tragen zu unbequem wird. Sie schützen Sie immer weiter. Also helfen Sie bitte den Helfenden. Schützen auch Sie sich selbst und andere – immer weiter!“

Diesen Gedanken der gegenseitigen Rücksichtnahme und Solidarität wollen die Mitglieder der Blaulichtrunde wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken: „Wir sehen tagtäglich in unseren Einsätzen, wie leichtfertig manche Bürgerinnen und Bürger mit den Abstandsregeln umgehen.“ Polizeisprecher Richard Barz berichtet, wie sorglos manche Menschen auch in Rhein-Berg mittlerweile im Umgang mit den Corona-Regeln sind. „Dagegen wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen und so die Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, dass es auch jetzt noch sinnvoll ist, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.“

Markus Küster, Mitarbeitervertreter von MKH und VPH macht sich Sorgen, dass die Menschen im Alltag immer weniger auf die Hygiene- und Abstandsreglungen achten. „Die Pflegenden und Ärzte in den Kliniken, aber auch alle anderen Helfer stehen Tag für Tag an vorderster Front. Auch die müssen wir schützen.“ Die Ärztlichen Direktoren der Bergisch Gladbacher Kliniken, Stefan Machtens (MKH), Andreas Hecker (EVK) und Gereon Schiffer (VPH) sind sich einig, dass die Menschen jetzt nicht nachlässig werden dürfen, denn ein sorgloser Umgang mit den Schutzmaßnahmen wird dazu führen, dass sich die Intensivbetten wieder mit Corona-Patienten füllen. Und in den Kliniken sei es besonders wichtig, dass alle sich an die Regeln halten. „Glauben Sie uns: Corona braucht kein Mensch. Und die Helfer schon gar nicht!“

Doch wenn die Abstände nicht gewahrt werden können, gibt es keine echte Alternative. „Es war schon im Mai abzusehen, dass uns die Pandemie noch länger beschäftigen wird“, erinnert sich Dr. Sabine Kieth. Sie leitet das Gesundheitsamt für den Rheinisch-Bergischen Kreis und hat mit ihren Kolleginnen und Kollegen längst vorgesorgt. So hat der Krisenstab des Kreises rechtzeitig Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel gelagert. Beides wird nun im Rahmen der Kampagne gezielt verteilt. „Wir sind froh, dass wir nun in der glücklichen Lage sind, insbesondere Bedürftige damit zu versorgen. Wir tragen so dazu bei, dass uns keine zweite Welle erwischt“, so Kieth. Zudem beantwortet Kieth im Rahmen der Kampagne Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern per Livechat. Die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht.

„Die Hilfsorganisation und der Krisenstab der Kreises sind sehr froh, dass man die Situation bislang so gut im Griff hat und Rhein-Berg so glimpflich davongekommen ist“, sagt Jörg Zbick, Pressesprecher der GFO Kliniken Rhein-Berg. Sein Kollege Daniel Beer vom EVK ergänzt: "Es wäre tragisch, wenn alle bisherigen Anstrengungen umsonst gewesen wären.“

Die Partner der Kampagne haben für den Herbst zahlreiche Aktionen geplant, um möglichst viele Menschen zum Tragen der Maske und Einhalten des Mindestabstandes zu bewegen.

Der Rheinisch-Bergische Kreis führt im Rahmen der Kampagne zwei Aktionen durch, mit denen auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam gemacht werden soll.

Quelle: Pressemitteilung des Rheinisch-Bergischen Kreis vom 29.09.2020

( )