Stockhausen Ausstellung in Kürten

Ausstellung zur Aufführung aus LICHT in Amsterdam 2019

Die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Wili Heider erfolgt am 02. Oktober um 16.30 Uhr, alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist zu den allgemeinen Öffnungszeiten zu besichtigen. Mo, Di, Do und Fr von 08.00 - 12.00 Uhr und Do von 14.00 - 18.00 Uhr.

Über das Projekt „Aus LICHT“

Nach vier Jahren Vorbereitung und 450 Proben in drei Jahren ist „Aus LICHT“ mit 480 Mitwirkenden im Alter von 10 bis 67 Jahren aus über 50 Ländern im Juni 2019 in Amsterdam erfolgreich über die Bühne gegangen und hat Publikum und Presse begeistert.

Karlheinz Stockhausens 29-stündiger Opernzyklus LICHT, mit den sieben abendfüllenden Opern benannt nach den Wochentagen, wurde noch nie in seiner Gesamtheit aufgeführt. Bei „Aus LICHT“ ist dank der Zusammenarbeit zwischen De Nationale Opera, dem Holland Festival, dem Koninklijk Conservatorium Den Haag und der Stockhausen-Stiftung für Musik knapp die Hälfte von LICHT chronologisch aufgeführt worden. In einem dreitägigen Marathon konnten zahlreiche Schlüsselszenen der sieben Opern erlebt und eine erste Ahnung einer zyklischen Gesamtaufführung von LICHT gewonnen werden. Manche der Stücke, wie etwa die des MONTAGs, waren seit ihrer Uraufführung praktisch nicht mehr gespielt worde.

Die musikalische Leitung hatte Kathinka Pasveer inne. Aufführende waren neben dem Niederländischen Kammerchor, der Cappella Amsterdam und verschiedenen Kinder-, Knaben- und Mädchenchören vor allem knapp 200 Studenten des Koninklijk Conservatorium Den Haag, von denen die Solo-Instrumentalisten und Klangregisseure in einem eigens für „Aus LICHT“ eingerichteten zweijährigen Masterstudiengang ausgebildet worden waren. Der perfekte Raumklang wurde durch den Einbau von fast einhundert Lautsprechern möglich.

Für die Inszenierung verantwortlich war Pierre Audi, der seine Arbeit vor allem als mise-en-espace verstanden hat. In dem gigantischen Gashouder, ein altes Industriegebäude (Gasometer) in Amsterdam, konnte er die in den Partituren notierten Vorstellungen Stockhausens optimal umsetzen. Gespielt wurde im Wechsel auf zwei Bühnen, einer horizontalen und einer vertikalen, sowie im Zuschauerraum. Auf vier variabel im Raum positionierten Videoleinwänden wurden ergänzend Live-Videos gezeigt. Und schließlich sorgte die Lichtarchitektur von Lichtdesigner Urs Schönebaum mit ihren unzähligen LED-Bögen und senkrechten Lichtsäulen für die von Stockhausen vorgegebenen Farbwelten.

 

Bildquelle: Stockhausen-Stiftung für Musik

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